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DAS PROJEKT #LTLYL


Ich möchte mit diesem Blogpost Mut machen, Mut das "erträumte Leben" wirklich zu erleben.

Viele Jahre war ich gefangen von meinen Sicherheiten und den Gewohnheiten. In ständiger Sehnsucht zu leben machte mich müde und krank.

 

Weshalb ich tue, was ich heute tue ? Dann fange ich mal ganz von vorne an.

 

“Love the life you live. Live the life you love.” Bob Marley

Ich beschäftige mich seit bald zwanzig Jahren mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung, in Verbindung zum Job und Sport, dabei geht es immer um die Zielerreichung. Angefangen hat dies direkt mit der Ausbildung und mich direkt in (m)eine Karriere befördert. Funktionierte gut, scheinbar lief alles nach Plan.

 

Was das "ARBEITSLEBEN" lieben und lieben lernen betrifft, das bringt einem keiner an der Schule bei. Als wäre ein Traum und eine Vision zur Arbeit zugehen ganz unabhängig von einem tiefen Wunsch und einem Gefühl. Jedenfalls war das bei uns nicht wirklich Thema. Als Kind träumt man, als Erwachsener muss man vernünftig sein und "etwas aus sich machen".

 

Ich habe mir die Träumerei schnell aus dem Kopf geschlagen, dabei entwickelten sich Glaubenssätze wie zum Beispiel "kreative Berufe, das bringt eh kein Geld und kein Erfolg" und konzentrierte mich auf eine Karriere.


Richtig! Niemand brachte mich dazu, ich selbst machte und lebte dieses Leben.


Ab und zu überkam mich der Gedanke "ich möchte/könnte doch etwas anderes arbeiten?". Und ja, ich hatte all diese Gedanken und Gefühle, über Monate und Jahre, immer und immer wieder, vor allem aber eine riesen Angst. Die eine Angst vor dem Versagen, dass alles umsonst war und den möglichen Konsequenzen, meinem Umfeld, deren Reaktionen und all den Sicherheiten usw.

Meist klappte es die Träumerei zu verdrängen, auch die Angst, einfach alles. Bis zu den Wochenenden, manchmal sogar über Wochen und Monate, denn ich war sehr aktiv. Die meiste Zeit war ich auf Reisen, trainierte, traf Freunde und war ständig unterwegs. Die meisten meinten "Marcy ist immer auf der Flucht". Tatsächlich nahmen das viele wahr, selbst Kollegen; ich scheinbar nicht.

 

Diese Flucht hielt ca zwei Jahre an, dann wechselte ich meist den Job und hatte wieder eine neue Motivation und war abgelenkt.

Doch tief in mir drinnen war immer diese Sehnsucht nach Selbstverwirklichung und Erfüllung, zunehmend und immer stärker, dabei wusste ich gar nicht mehr was tun, wenn ich könnte... soweit weg war ich schon.

 

Eines Tages traf meine Gesundheit eine Entscheidung und stellte mich ruhig. Kurz und knapp: es folgten zwei Operationen, Zwangspause. Ich war somit einige Monate außer Gefecht gesetzt und folgte der Konfrontation:

 

"Wer bin ich jetzt?" und "Wer will ich sein, wenn ich hier heil rauskomme?"


Ich lebte zwar mein Leben bzw. viel mehr dachte ich es sei mein Leben.


22. Juni 2010 

"Live the Life you Love" Part I

 

ich musste erst einmal lernen und aufräumen.

 

2. April 2014

 

Diesen Abend werde ich nie vergessen, ich war fest entschlossen. Ich hatte überhaupt kein Ziel vor Augen, aber diese Entscheidung getroffen: Ich benötigte einen Neuanfang und dieses Mal komplett.

Wenige Wochen später verließ ich meine Mutterstadt.

 

Auf der Autobahn A8 Richtung Süden, im Rückspiegel mein altes Leben. Mehrmals hielt ich an, es überkamen mich Tränen der Freude und Tränen der Angst. Erleichterung und es fielen Unmengen an Ballast von meinen Schultern, meinem Brustkorb und Nacken... noch nie hatte ich so etwas empfunden.

 

FREIHEIT

 

Nach so vielen Jahren war ich, ICH.

Mit einem Rucksack begann mein neues Leben.

Es folgte eine 14-monatige Reise mit vielen Tiefen, Löchern und Momenten der Zweifel, aber keine Sekunde der Reue. Bis heute nicht.

 

Ich fand erst einmal heraus was ich eigentlich wollte und wer ich zwischenzeitlich war.

 


9. April 2018

"Live the Life you Love" Part II

 

Ernsthaft, schon wieder eine Challenge?

Was soll ich sagen, das Leben hat seine Achterbahnen, jetzt bin ich bereit und achtsam. Ich nehme sie mit Dankbarkeit an.


Meine Erfahrung:

Das Leben erfordert viel Mut und Aufmerksamkeit. Vieles lief nach Plan, zumindest dem den ich angestrebt habe, wenn er auch nicht der richtige für mich war.

Sicher habe ich einiges erreicht, gewonnen und ich kann die vergangene Zeit sehr wertschätzen, friedlich abschliessen und mir selbst vergeben. Viele konnten nicht verstehen, dass ich mich von allem löste. 

Fakt ist, ich muss weder den anderen noch mir etwas beweisen. Heute kann ich in meiner Erfüllung leben, mehr auch von mir geben, das ist meine Art des Ankommens und dazu benötigt es keinen festen Ort, kein Zertifikat oder einen Zeitplan. 


  • Wenn man das Leben nicht in die Hand nimmt, dann wird es das für euch tun und es ist nicht immer schön.
  • Sprecht über eure Bedürfnisse, tauscht euch aus, ich habe so meine Mentoren dadurch gewonnen.
  • Sagt Nein, wenn ihr etwas nicht wollt.
  • Schwäche muss man lernen. Jede Phase oder Laune des Lebens muss man annehmen.

Seid mutig, es ist nie zu spät.

Es muss nicht alles von 0 auf 100 passieren, überdenkt eure Schritte und Vorhaben.  Investiert in euch, in eure wertvolle Lebenszeit. Träumt, findet und lebt für eure Bestimmung.

 

Liebe und Mut an Euch.

 

#livethelifeyoulove

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